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11:44, 22.10.2018
Kerstin Borchardt

Müritzweg 7
17207 Gotthun
fon 039931.50780

info(at)kerstin-borchardt(dot)de
www.kerstin-borchardt.de

Arbeitsbereiche:
Malerei, Grafik, Objektkunst

Arbeitsschwerpunkte:
Vielschichtige, mehrdeutige Collagen entstehen während meiner Arbeit
mit Papieren unterschiedlichster Herkunft auf Zeitungen, Leinwand oder Hartfaserplatten in variablen Abläufen: malen, einfärben, zerreißen, zusammenfügen, übermalen, bedrucken ...
Das Beginnen ist oft leichter als das Beenden.
Bilder sehen ist immer auch ein Vergleichen, ein Erinnern, ein Assoziieren. Begriffe drängen sich auf - Worte formieren sich zu Sätzen: Metaphern,
Sprach-Bilder, eigene Lyrik entsteht seit 1997. In Zusammenarbeit mit
Rainer Heinrich Viltz werden seit 2002 Lyrik-Klang-Collagen für Vernissagen daraus, die mich wiederum zu neuen Seh-Bildern, Collagen, Grafiken inspirieren.

Titel: „Viriditas“
Entstehungsjahr: 2007
Material/Technik: Papier, Malerei
Auftraggeber: MEDICLIN Müritz Klinikum GmbH
Standort: Konferenzsaal des Müritz Klinikums in Waren /Müritz

4-teiliges Wandbild in Mischtechnik, Papier auf Hartfaser, 160 x 548 cm

„ ... Der Titel „Viriditas“ geht auf einen von Hildegard von Bingen gebildeten lateinischen Begriff für Grünkraft zurück. Gemeint ist damit eine Grundkraft, die in der gesamten Natur wirkt. Damit wird natürlich eine große Metaphorik aufgeschlagen ... Hier verirrt man sich in die Märchenhaftigkeit der Natur. Schemenhafte Gesichter oder die Konturen eines Vogels scheinen aufzutauchen und wieder zu verschwinden. Satte Grün- und Brauntöne signalisieren ewiges Werden und Vergehen. Blauschleier durchziehen die optischen Tiefen wie die Wasser des Lebens. Das Raffinement findet allerdings in der Struktur dieses collagierten Gemäldes statt. ... Japanpapier spielt eine wichtige Rolle, und Textseiten mit Blindenschrift vermitteln über die Assoziation hinaus noch die Botschaft: Wir müssen alle unsere Sinne benutzen, um die Natur verstehen zu können. ...“

von Detlef Stapf in „Einladung in die Gärten des Sehens“
im „Nordkurier“ vom 22.10.2008