Sie sind hier: Thomas Ziegler
04:08, 16.08.2018

Wir trauern um unser Mitglied und den hervorragenden Künstler Thomas Ziegler, der am 31.12.2014 überraschend verstarb.

www.thomasziegler-art.com

Mail to: info(at)thomasziegler-art(dot)com

lost+found, Schleswig-Holstein-Haus, Schwerin

29.5.-10.7.2011, Eröffnung: 29. Mai, 17 Uhr

Alles Zeigbare kann sich in Form unterschiedlichster Akteure auf der ontologischen Fläche als potentielle Bildrealität begegnen. Kunst ist das, was daraus Bilder macht, also Bildrealität.

Die Darsteller - Illusion, Anmutung, Abstraktion, Flächen und Linien können auf der ontologischen Ebene gleichberechtigt agieren und entsprechend im Bild.

Daß das so ist, versuche ich mit meinen Arbeiten zu zeigen. Lost + found im ontologischen Surrealismus.

Die Akteure, die als verschiedene Mittel erschienen sind, lösen verschiedene Aufgaben.

Z.B. wird bei der "Ernte" mein Bild "Sowjetische Soldaten 1987" zitiert und in "lost and found" mein Bild "Patientengruppe mit Fontäne". Dagegen fehlt in "Hommage à Klaus Störtebeker" jede Illusion und es gibt nur Anmutung und Abstraktion.

 

Seit 2009 mache ich bei meinen Bildern durch eine weiße Unterkante und eine rote Linie (wie bei einer Karteikarte) deutlich, dass meine Arbeits- bzw. Spielwiese eine ontologische Fläche ist.

Ontologie – es geht um das Seiende. Ich kann also mit allem arbeiten, was es gibt, Innerem und Äußerem. Außerdem bin ich der Überzeugung, dass unsere Wahrnehmung im Laufe ihrer Entwicklung festgelegt worden ist. Sie wurde abhängig von Definitionen und Codierungen, sie ist mittelbar geworden. Ich versuche, der unmittelbaren Wahrnehmung eine Chance zu geben.

Diese ganzen Überlegungen sind ein Ensemble verschiedener Disziplinen. Grenzüberschreitungen à la Derrida sind notwendig und Reibereien mit den Grenzwächtern sind absehbar.

 

Abbildungen:

lost and found, 2010

Ernte, 2009

Heroisches Stilleben (Hommáge à Klaus Störtebeker), 2009

Meeting with Bunshee, 2010