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20:45, 25.05.2018

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Harry Hardenberg

Reflexionen im Museum of Modern Art New York, 1997, je 50 x 75 cm

Vierzig Künstler aus Mecklenburg-Vorpommern

Bauer, Gertraude
Beseler, Ulrike
Domann, Sven
Duwentester, Wilfried
Franz, Prof. Martin
Fretwurst-Colberg, Antje
Fretwurst, Friedrich-Wilhelm
Goebeler, Annegret
Großkopf, Klaus
Hamer, Hartwig
Hardenberg, Harry
Hoge, Annelise
Hornung, Hartmut
Jastram, Jan
Kessel, Rainer
Lamberz, Christiane
Laux, Ute
Matthies, Britta
Mayer, Philipp
Mende, Jan
Mertens, Ursula
Meyer, Brigitte
Meyer, Ingeborg
Middell, Margret
Naumann, Sabine
Pietzsch, Susan
Pohl, Ricarda
Radeloff, Thomas
Rathke, Udo
Richter-Grapentin, Udo
Scheibner, Hans-Wilfried
Schrock, Bernhard
Sohn, Eva
Wageringel, Thomas
Weber, Jürgen
Weber, Wolfgang
Wodzicka, Prof. Heinz
Wolff, Andreas
Zahra, Miro
Zimmermann, Karin

 

 

Susan Pietzsch

Nr. 8, 1996, Bronze, Papier bespannt, "Goldenes Gras"

 

 

Andreas Wolff

Probefeld für das Eingangsfoyer der FH Neubrandenburg, 1997, Bleiverglasung, 85 x85 cm

 

 

Eva Sohn

Zwei Nadeln, 1997, Montage, Silber 925, Gold 585, Titan, 110 x 30 mm
Grußwort der Kultusministerin

„Sommer“ - nennen KünstlerInnen ihr Ausstellungsprojekt in Verbindung mit einer offenen Werkstatt in Schwerin. Sie binden sich damit ein in die 8. Landesweite Kunstschau des Künstlerbundes Mecklenburg und Vorpommern, die von Sommeranfang bis Jahresende zahlreiche Ausstellungen, Workshops, Symposien und Pleinairs wie auch offene Ateliers der Künstlerinnen und Künstler umfasst.

Ein besonderer Höhepunkt wird die Eröffnungsausstellung mit Werken von 14 Künstlerinnen und Künstlern in der Rostocker Kunsthalle sein, die der vorliegende Katalog ergänzt. Er stellt eine Dokumentation aktueller Kunst in Mecklenburg-Vorpommern dar und vermittelt einen Eindruck über das Schaffen von 40 Künstlerinnen und Künstlern in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Sommerkunstaktion des Künstlerbundes verbindet sich in diesem Jahr auf vielfältige Weise mit der Natur in Mecklenburg-Vorpommern, wie beispielsweise das II. Internationale Holzbildhauersymposium in Wieck mit dem Titel „Zeichen, Wasser, Landschaft“ oder das Pleinair „Mensch und Landschaft“ in Wendischhagen. Bildende Künstlerinnen und Künstler arbeiten in und mit der Natur, lassen sich inspirieren und geben ihre Empfindungen in ihren Werken wieder, die anschließend in Ausstellungen zu sehen sind. Man könnte sagen, „die Kunst tritt als Mittlerin zwischen die Natur und den Menschen“, diese Gedanken von Caspar David Friedrich besitzen Gültigkeit wie eh und je.

Viele Kunstprojekte dieser Art und vielfältige künstlerische Zeichen werden zu sehen sein.Kunstinteressierte Besucher und Gäste unseres Landes können ihnen überall nachspüren. Die Katalogbeilage „Kunst-Land-Orte“ informiert über alle Kunstorte, Termine und Projekte. Mehr als 90 künstlerische Maßnahmen sind es, die der diesjährigen Landesschau des Künstlerbundes Vielfalt, Aktivität und Kreativität verleihen.

Als Schirmherrin der 8. Landesweiten Kunstschau möchte ich den Organisatoren, Förderern und Helfern sowie insbesondere den bildenden Künstlerinnen und Künstlern in unserem Land, die für das Gelingen der Landesschau wesentlich beitrugen, herzlich danken und allen Beteiligten viel Erfolg wünschen.

Regine Marquardt

Kultusministerin und Schirmherrin

der 8. Landesweiten Kunstschau

 

 

Jan Jastram

Gitter, 1997, Eiche, gesägt, gebrannt, gefärbt, 285 x 2 x 50 cm

 

 

Vorwort Inge Jastram

Vorwort

Begleitend zur Landesweiten Kunstschau, die der Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern zum 8. Mal veranstaltet, erscheint der vorliegende Katalog. Er setzt die Idee fort, Künstler mit Werkfotos vorzustellen, um die Individualität der Arbeiten genauer erleben zu können.

Die vom Vorstand benannte Jury wählte 40 Künstlerinnen und Künstler für die Veröffentlichung aus. Es kann kein repräsentativer Querschnitt durch die Kunstlandschaft unseres Landes sein. Aber es ist ein Blick auf das Unterwegssein in Projekten, auf die Experimentierfreude mit neuen Materialien, auf die Versuche in den Ateliers und vielleicht eine Sicht auf die Mühen im Studium der Dinge und der Formenfindungen. Engagierte GaleristInnen bieten der Kunst in der Fülle ihrer Erscheinungen entsprechende Räume, Banken und die Industrie haben, aus welchen Erwägungen auch immer, sich der Kunst und der Künstler angenommen. So ist unser Katalog, der traditionell jährlich erscheint, eine wichtige Informationsquelle. Er gibt Auskunft über das, was in den Ateliers und Werkstätten vorhanden und im Entstehen ist.

Worin liegt die Faszination -

was ist Besonderes daran, in Mecklenburg und Vorpommern zu arbeiten?

Ist es das Licht, der Nebel, wie z.B. in Südfrankreich die Sonne?

Ist es die Tiefe der Landschaft, der Geruch des Unterholzes?

Sind es die Stürme am Wasser?

Die Geräusche unter den hohen Himmeln?

Oder sind es die besonderen Menschen in ihrer Geschichte?

Gibt es das Nordische noch in den Künsten?

Nicht nur in der Vergangenheit hatten sich Künstler unseres Landes auf scheinbar kleine Themen beschränkt, sind dadurch tief ins Thema gegangen, haben oft relativ kleine Bilder von stiller Schönheit hinterlassen, in denen sie sich und uns eine gro゚e Zuneigung zu dem Dargestellten eingestehen. Durch die beglückende Internationalität unserer Lebensmöglichkeit werden durch uns Gedanken und Erfindungen aufgenommen, die den grübelnden Tiefsinn des Nordischen aufbrechen können. Der Wunsch nach dem Eingebundensein in die Kunstszene ist spürbar. Weltorientierung ist wichtig, aber die Herkunft jedes Einzelnen führt dabei zu eigener Form aus eigenem Erleben. Spannend und zugleich wichtig, erscheint mir die ständige ワbung um kritische Toleranz.

 

Inge Jastram, für den Vorstand des Künstlerbundes Mecklenburg und Vorpommern e.V. im BBK